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30. März – Erste Herr der Ringe Drehorte

Am Morgen starten wir auf der Alpine Scenic Route entlang des Lake Wakatipu bis nach Queenstown. In der Zwischenzeit hat das Osterwochenende begonnen und es ist somit mit vielen Leuten zu rechnen. Irgendwie haben wir da so gar keine Lust auf einen grösseren Ort wie Queenstown. Wir fahren deshalb daran vorbei weiter nach Arrowtown, einem kleinen Goldgräberstädtchen. Als wir unseren Spaziergang durch das Städtchen starten fühlen wir uns wie im wilden Westen, irgendwie ganz anders als wir es erwartet hätten, aber wirklich hübsch.

Weils überall so gut riecht gönnen wir uns in einem Pub mit schönem Garten noch einen feinen Zmittag, wiedermal Fish and Chips.

Danach gehts für Bastian zu einem der vielen über ganz Neuseeland verteilten Drehorte von Herr der Ringe. Mit ganz viel Fantasie erkennt man den Ort einer Szene wieder. So in Echt siehts irgendwie deutlich freundlicher aus im Film.

Nach dem Sightseeing möchte Bastian noch ein wenig fischen. Eigentlich hatte er sich dafür einen See in der Nähe ausgesucht, als wir beim Camper ankommen um weiterzufahren sehen wir aber, dass direkt hinter dem Parkplatz ein schöner Fluss ist, an welchem ich mich ein wenig in die Sonne setzen kann, während Bastian fischt. Nach einer knappen Stunde ohne Erfolg gibt Bastian auf und wir machen uns auf den Weg über eine schöne Bergstrecke nach Wanaka. Ausnahmsweise haben wir den Campingplatz dieses mal bereits gestern für zwei Nächte reserviert, die Tankwartin bei unserem letzten Tankstopp hatte uns darauf hingewiesen, dass es über Ostern in Wanaka schwierig werden kann einen freien Campingplatz zu finden. Zusätzlich zum verlängerten Wochenende findet in Wanaka das ganze Wochenende über eine Flugshow mit alten Militärflugzeugen statt. Bei der Ortsdurchfahrt ist tatsächlich alles komplett vollgestellt mit Autos. Unser Camping, ein Stück ausserhalb Wanakas in Glendhu Bay ist ein wenig ruhiger gelegen, direkt am See, allerdings auch ziemlich gross. Normalerweise definitiv nicht unsere erste Wahl, da uns hier zu viel läuft, aber die Lage direkt am See ist wunderschön. Ausserdem sind wir auf diesem Camping nahe am Ausgangspunkt einer Wanderung gelegen, welche wir morgen machen möchten. Das Wetter ist grossartig, eigentlich ist Wanaka ein Wintersportort, aber wir haben nun einen wunderschönen Spätsommertag erwischt. Im Lake Wanaka baden ist uns im Gegensatz zu einigen Kindern hier definitiv zu kalt, ist eben doch eher ein Bergsee. Allerdings können wir nach einigen kalten Tagen im Süden wiedermal unsere Sommerkleider auspacken.

29. März – Bastians Geburtstag

Heute ist Bastians 29. Geburtstag. Als wir vor einiger Zeit mal darüber gesprochen hatten und weil wir gehört hatten, dass Neuseeland eine gute Frühstückskultur haben soll, hatte Bastian sich gewünscht, an seinem Geburtstag sein Lieblingsfrühstück Egg Royal (Pochiertes Ei auf englischem Muffin mit Spinat, Rauchlachs und Sauce Hollondaise) zu essen. Wir wussten ja nicht, wann wir wo sein würden und haben uns deshalb nicht all zu grosse Hoffnungen gemacht, an einem solch abgelegenen Ort an ein solches Frühstück zu kommen. Als wir gestern an der Rezeption des Campings waren, haben wir dann aber auf der Frühstückskarte gesehen, dass genau hier ein solches Frühstück serviert wird, auf unserem ersten Campingplatz mit Restaurant, am gefühlt abgelegensten Ort! Heute hiess es deshalb trotz Geburtstag sehr früh aufstehen und Bastian hat tatsächlich sein Geburtstagsfrühstück erhalten, so fängt der Tag gut an.

Auf neun Uhr hatten wir dann eine Bootstour auf dem Milford Sound gebucht. Wir hatten gehört, dass die ersten Touren morgens noch nicht ganz so überlaufen sein sollen, da die ersten Touristenbusse aus Queenstown und Te Anau erst später ankommen. Und tatsächlich, der Andrang hielt sich, in Anbetracht der ca. 5 riesigen Boote, welche fast gleichzeitig ausliefen, einigermassen in Grenzen. Beim Milford Sound handelt es sich um einen der Neuseeländischen Fjords und ist von steilen, sehr begrünten Bergen umgeben. Es regnet 7 Meter pro Jahr und die Region ist somit die zweitregenreichste der Welt.

Wir haben ziemliches Wetterglück, in der Nacht hat es geregnet und die Wasserfälle führen deshalb Wasser.

Trotzdem ist es während unserer gesamten Tour trocken und zwischendurch blitzt sogar die Sonne durch, die Wolken, welche an den Bergen hangen, machen das Ganze noch ein wenig mystischer. Unterwegs sehen wir einige Delfine und Seehunde.

Nach der Bootstour machen wir uns auf den Weg zurück nach Te Anau und von dort weiter Richtung Queenstown. Wir entscheiden spontan, diese Nacht in Kingston am Lake Wakatipu zu verbringen und uns Queenstown am nächsten Tag auf der Durchfahrt nach Wanaka zu besichtigen.

28. März – Weiter zum Milford Sound

Heute haben wir nur eine kurze, dafür aber spektakuläre Strecke vor uns. Wir starten auf der Milford Road in Richtung Milford Sound. Zwischendurch machen wir einen Mittagsstopp am Lake Gunn, beim Tankstopp in Te Anau gestern hatte der Tankwart Bastian erzählt, dass es dort einen guten Fischerspot gibt. Aber auch sonst ist der See einen Besuch wert. Das Wasser ist glasklar und kurz nach unserer Ankunft gibt es für einen noch höheren Kitschfaktor sogar noch einen Regenbogen über den See.

Während ich es mir mit einem Buch im Camper gemütlich mache sehe ich plötzlich Bastian zum Camper spurten, er hat tatsächlich einen Fisch gefangen und dann erst noch einen ziemlich grossen. Für unseren Znacht ist somit gesorgt

Nach diesem erfolgreichen halt fahren wir weiter über den Homer Pass und den einspurigen Homer Tunnel nach Milford Sound.

Hier ist man wirklich ab vom Schuss, es gibt weder Handyempfang noch Tankstelle, Internet wäre nur über Satellit möglich. Für die Nacht haben wir ausnahmsweise vor zwei Tagen einen Campingplatz vorgebucht. In der näheren Umgebung gibt es nur einen Campingplatz und wir wollen morgen früh einen Bootstour machen, so lohnt sich für uns auch dieser ziemlich teuere Campingplatz. Als wir da sind stellen wir fest, dass der Camping zwar teuer, dafür aber auch verhältnismässig luxuriös ist, sogar ein Restaurant gibts hier. Wir verzichten aber auf das Restaurant und essen unseren frischen Fisch zum Znacht. Nach dem Znacht machen wir nochmals einen Spaziergang zum Fjord Milford Sound, nun wenn die meisten Touristen mit ihren Bussen wieder abgefahren sind ists hier deutlich ruhiger und friedlicher.

27. März – Richtung Fjordland

Nun sind wir bereits eine Woche mit dem Camper unterwegs. Wir sind in der Zwischenzeit ein eingespieltes Camper-Team. Die Abläufe sitzen immer besser, vor der Abfahrt alles festmachen und schliessen, am Abend das Bett ausfahren, morgens wieder einfahren. Und es hat durchaus seine Vorteile, die ganze Wohnung immer bei sich zu haben. Kein lästiges Toilettensuchen, am Mittag gut ausgerüstet einen kleinen Snack zubereiten können oder sich jederzeit umziehen zu können, wenn das Wetter wechselt (was hier durchaus häufiger vorkommt). Im Moment sind wir immer noch ein wenig dabei festzustellen, was besser funktioniert und was weniger, aber wir haben ja noch einige Wochen vor uns um zu üben. Wir starten den Tag mit einem Kaffee im Bett mit Aussicht auf den Strand.

Als es zu regnen beginnt beschliessen wir aber möglichst schnell loszufahren. Wir fahren Richtung Milford Sound und wollen irgendwo zwischen Te Anau und Milford Sound übernachten um am nächsten Tag zum Milford Sound weiterzufahren. In Te Anau machen wir einen Mittagsstop im Bird Sanctuary, wo man verschiedene einheimische Vögel anschauen kann, welche sich verletzt hatten und deshalb nicht mehr in Freiheit leben können. Hier erhalten wir auch erstmals einen Blick auf den Lake Te Anau, den grössten See der Südinsel. Nach der Mittagspause gehts weiter ins Städtchen, nochmals auftanken (Tankstellen sollen hier dünn gesäht sein) und dann gehts weiter zum Campingplatz. Wir übernachten auf einem DOC-Camping, einem staatlichen Camping ohne grosse Einrichtung, nur mit Plumpsklo. Der Camping ist am Henry Creek in einem Wald direkt am Lake Te Anau gelegen.

Bastian nutzt die Lage am See und probiert endlich sein Fischer-Equipment aus während ich ein wenig die Aussicht auf den See geniesse. Unglaublich wie viele verschiedene Wetterlagen in verschiedenen Schichten sich von hier aus beobachten lassen. Schon nach wenigen Minuten hat Bastian den ersten Fisch am Haken, leider zu klein also darf er weiter schwimmen und wir essen zum Znacht Pasta statt Fisch.

26. März – Monkey Island

Wir verabschieden uns vom schönen Strand und den Delfinen in Curio Bay. Bevor wir in die Fjordlands fahren nutzen wir die Gelegenheit in der letzten grösseren Stadt, Invercargill noch einige Besorgungen zu machen. Wir rüsten uns mit einiger warmer Merinokleidung ein und Bastian kauft sich eine Fischerausrüstung um die wunderschönen Gelegenheiten zum Fischen in den Seen und Flüssen Fjordlands nutzen zu können.

In unserem Camper ist vor einiger Zeit die Warnmeldung „Ad blue“ angegangen. Gemäss der Auskunft der Camper-Assistance muss das „Ad blue“ (Harnstoff für Dieselfahrzeuge) innerhalb der nächsten 2‘500 aufgefüllt werden, kann also beim nächsten Tankstop gemacht werden. Damit beginnt unsere Odyssee durch Invercargill: erste Tankstelle > zweite Tankstelle > Motorshop > Suche durch das Industriegebiet > VW-Garage > Mitsubishi-Garage > nochmals die gleiche VW-Garage, da wurden wir dann tatsächlich fündig. Als der Mechaniker dann auch endlich noch den „Ad blue“-Tank gefunden hat, kann die Flüssigkeit nachgefüllt werden.

Und so machen wir uns nach etwa zwei Stunden Suche nach „Ad blue“ endlich auf den Weg zu unserem heutigen Campingplatz „Monkey Island“, einem kostenlosen Campingplatz direkt am Strand. Ausgewählt hatten wir den Camping ursprünglich nur wegen seinem Namen, so heisst ein Computerspiel, welches Bastian seit seiner Kindheit immer wieder mal spielt. Aber die Auswahl hat sich gelohnt, unglaublich die Aussicht.

Zum ersten Mal sind wir nun auf einem Camping ohne Strom und sonstige Einrichtungen wie Toilette, Küche etc. Deshalb schmeissen wir nun erstmals den Boiler an und naja, funktioniert nicht ganz wie gewünscht, plötzlich ist unser ganzer Wasservorrat im Boiler statt im Wassertank und kommt dort auch nicht mehr raus. Hätte man wohl besser mal vorher ausprobiert, hinterher weiss man es immer besser. Abwasch geht auch mit Frischwasser aus dem 10 Liter Kanister und mit aufgekochtem Wasser. Nach der idyllischen Aussicht am Abend wird die Nacht eher ungemütlich, unser Camper steht ziemlich exponiert und die Nacht ist eher stürmisch, unser Camper wird ordentlich durchgerüttelt, sodass man fast Seekrank wird. Damit nochmals eine neue Camper-Erkenntnis: immer schauen, dass der Platz für den Camper schön windgeschützt ist.

25. März – Endlich, ein Pinguin!

Nach dem langen Tag gestern beschliessen wir mal einen ruhigeren Tag einzulegen. Ich habe von einem Camping gelesen, bei welchem man vom Strand aus oft Delfine sehen kann. Ausserdem sollen direkt neben dem Campingplatz auch Pinguine sein. Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen und so beschliessen wir, heute nur diese kurze Strecke zurückzulegen, unterwegs die Cathedral Cave anzuschauen und uns danach an den Strand zu legen und mal ein wenig die Seele baumeln zu lassen, schliesslich sind wir ja in den Ferien. Als wir um kurz nach zwölf zur Einfahrt zum Parkplatz für die Cathedral Cave kommen ist das Tor geschlossen. Wir stellen fest, dass die Besichtigung wohl gezeitenabhängig ist und der Einlass erst ab 14 Uhr möglich ist. Wir überlegen uns kurz, später nochmals zurückzukommen, sind uns aber schlussendlich einig, diese Sehenswürdigkeit auszulassen, wir werdens überleben und sehen sicher auch noch andere tolle Sachen. Weiter gehts zum Camping in der Curio Bay. Wunderschön gelegen auf einer kleinen Halbinsel. Auf der einen Seite des Campings gibt es steinige Klippen, welche aus einem versteinerten Wald entstanden sind, auf der anderen Seite einen wunderschönen Sandstrand.

Die Plätze für den Camper sind durch Pflanzen abgetrennt und somit schön windgeschützt. Nach einer kurzen Besichtigungstour über den Platz legen wir uns an den Strand. So haben wir uns das vorgestellt, gemütlich am Strand liegen und den Hector-Delfinen beim Spielen zusehen.

Wie der Mitarbeiter des Campings uns erzählt hat, können um ca. 19.30 Uhr am felsigen Teil der Küste, nur wenige Gehminuten von unserem Camper entfernt, Pinguine beobachtet werden, welche sich für die Nacht in ihrem Nest zurückziehen. Nun wollen wir endlich mal die Chance packen. Da Gelbaugenpinguine nur an der Westküste der Südinsel vertreten sind, ist es unsere letzte Möglichkeit, diese zu sehen. So machen wir uns extra früh, schon kurz vor 19 Uhr auf den Weg zum Strand. Wir warten und warten und warten, Bastian nutzt die Zeit immerhin um im schönen Abendlicht noch einige Fotos des versteinerten Waldes zu schiessen.

Nach über einer Stunde plötzlich ein wenig Aufregung unter den Wartenden, weit weg, auf der anderen Seite des Strandes hat jemand etwas weisses entdeckt. Ich schaue mit dem Fernglas genauer hin und tatsächlich, knapp zu erkennen ein einzelner Pinguin! Von einem Mitarbeiter des Department of Conservation erfahren wir dann, dass es sich wohl um einen mausernden Pinguin handelt, welcher den ganzen Tag im Nest war und nun etwas zu trinken sucht. Es ist also nicht der Pinguin auf welchen wir gewartet hatten, aber immerhin, wir haben einen gesehen.

24. März – Aus der Stadt wieder zurück in die Natur

Von unserem Campingplatz in Dunedin starten wir am Morgen in Richtung Otago Peninsula. Bastian kanns kaum erwarten endlich die Köngisalbatross Kolonie zu sehen, welche dort zuhause sein soll. Als wir starten sind die Hügel wolkenverhangen und es regnet leicht, kurz darauf drückt aber bereits zum ersten Mal an diesem Tag ein wenig die Sonne durch. Wir fahren ans Ende der Halbinsel zum Royal Albatross Center. Als wir dort sind stellen wir fest, dass die Kolonie nur mit einer Tour besucht werden kann, der Ort der Nester ist ansonsten nicht zugänglich. Na gut, dann leisten wir uns wohl die stündige Tour für ca. 30 Franken pro Person. Nach einer Einführung gehts endlich zu den Nestern. Aktuell sind die jungen Albatrossküken noch in den Nestern und werden einmal täglich von einem Elternteil gefüttert. Diese Fütterung ist die einzige Chance, auch erwachsene Tiere sehen zu können. Während einer halben Stunde beobachten wir die Küken, welche noch flauschig, aber bereits ziemlich gross in ihren Nestern sitzen.

Leider ist zu diesem Zeitpunkt wohl bei keinem der vier Küken Fütterungszeit. Und so verlassen wir ein wenig enttäuscht das Albatrosscenter. Da inzwischen Mittag ist beschliessen wir, uns noch etwas zu Essen zu machen und dieses dann bei diesem schönen Ausblick auf der Klippe zu essen. Kaum sind wir mit unserem Baguette an der Klippe angelangt wird Bastian ganz aufgeregt. Plötzlich sehe ich einen ausgewachsenen Albatross über unsere Köpfe fliegen, gleich danach macht er sogar nochmals eine Extrarunde über uns.

Schon beeindruckend wenn einem ein solch riesiger Vogel mit 3 Metern Flügelspannweite in nur ein paar Metern Höhe über den Kopf fliegt. Bastian hat somit sein Tagesziel erreicht und ist glücklich für den Rest des Tages. Während er kurz darauf noch eine Runde mit der Drohne fliegt checke ich auf dem iPad bereits einmal ab, welche Campingplätze in Frage kommen könnten und wähle entlang Ostküste ein paar aus, so können wir dann spontan entscheiden, wenn wir keine Lust mehr haben weiterzufahren.

Nächster Halt ist der Nugget Point. Ein schöner Leuchtturm bei welchem vor der Klippe Felsspitzen aus dem Wasser ragen. Wieder sehen wir unendlich viele Seehunde.

Auf dem Rückweg gehen wir noch zum Penguin Beach, an welchem es ebenfalls Gelbaugenpinguine geben soll. Dieses mal sind wir sogar zur richtigen Zeit dort und entsprechend hohe Erwartungen haben wir. Wir warten über eine halbe Stunde am gekennzeichneten Ort, aber es tut sich nicht. Da es in der Zwischenzeit schon spät geworden ist und wir hungrig und müde sind, geben wirs auf und fahren zum nächsten Campingplatz in Kaka Point. Der Camping ist auf einem Hügel gelegen, leider ohne Aussicht, dafür aber halb in den Busch gelegt. So, dass man beim Camper endlos Vögel pfeifen hört. Wir entschliessen uns, vor dem Znacht noch eine Runde auf dem Bushwalk zu drehen und wir werden nicht enttäuscht. Wir fühlen uns wie mitten in der Masoalahalle, nur dass es leider nicht ganz so warm ist. Alles ist zugewachsen, gefühlt keine einziger Zentimeter, auf dem nicht eine Pflanze wächst.

Zudem pfeifen überall Vögel in für uns unbekannten Tönen. Bastian, der zuerst nicht ganz so motiviert war kann fasst nicht mehr aufhören zu fotografieren während ich ungeduldig und hungrig daneben warte. Als Entschädigung werde ich bekocht, als wir wieder zurück beim Camper sind.

23. März – Grosse Steine am Strand

Am Morgen sieht das Wetter schon wieder viel besser aus, was für eine Aussicht am frühen Morgen.

Da der Wetterbericht für den Verlauf des Tages südlicher besser ist beschliessen wir trotzdem, nicht noch eine Nacht auf dem gleichen Camping zu bleiben. Vor der weiterfahrt wollen wir noch die Pinguinkolonie beim Leuchtturm von Moeraki besuchen. Ideale Besuchszeit wäre Morgens vor 9 Uhr, das ist uns aber definitiv zu früh. Wir versuchen unser Glück später und sehen leider keine Pinguine mehr. Aber auch für die schöne Aussicht und die vielen Seehunde überall lohnt sich der Besuch auf jeden Fall und noch haben wir auf unserer Reise einige Chancen vor uns um Pinguine sehen zu können.

Der nächste Stop sind die Moeraki Boulders. Als wir beim Parkplatz ankommen sehen wir ziemlich viele Touristen, ein Touristenshop, ein Restaurant und wir müssen sogar 2 NZD Eintritt bezahlen. Wir hatten uns ja nicht sehr viel von den Moeraki Boulders versprochen, sind immerhin nur grosse Steinkugeln im Sand, aber bei diesem Touri-Auflauf denken wir, dass da wohl doch noch mehr dran sein muss. Als wir am Strand bei den Boulders ankommen sehen sie genau so aus wie wirs erwartet hatten, Steine. Scheinbar sind wir die einzigen, die so wenig beeindruckt sind, alle anderen machen fleissig Fotos und bewundern.

Naja, hätten wir das erledigt, wenigstens haben wir noch unseren Zmittag an den Strand mitgenommen. Anschliessend fahren wir weiter nach Dunedin zum nächsten Campingplatz, zwar weit weniger schön gelegen als die ersten zwei, dafür ist das Stadtzentrum gut mit dem Bus zu erreichen. Nachdem der Camper parkiert ist gehts gleich los nach Dunedin. Die zweitgrösste Stadt der Südinsel ins durch den Schottischen Einfluss geprägt und hat einige sehr schöne Gebäude, unter anderem die Dunedin Railway Station.

Nach einer kurzen Besichtigungs- und Shoppingtour haben wir aber auch schon wieder genug vom Stadt-Trouble und machen uns wieder zurück auf den Weg zum Camper, wir sind in der Natur deutlich besser aufgehoben als in der Stadt.

22. März – Regenwetter

Nach den sehr schönen letzten zwei Tagen hörten wir nun schon die ganze Nacht den Regen auf das Camperdach prasseln. Als wir aufwachen ist die Aussicht leider bei weitem nicht mehr so schön wie gestern.

Am Vorabend hatten wir eigentlich beschlossen in die Südalpen zum Lake Tekapo weiter zu fahren. Als wir am Morgen aber nochmals das Wetter checken sehen wir, das für den nächsten Tag Schnee bis fast zum See hinunter angesagt ist. Da wir darauf keine Lust haben, nachdem wir vor dem Schnee zuhause geflüchtet sind, beschliessen wir spontan stattdessen bei diesem Wetter ein wenig Wegstrecke zurückzulegen. Wir wollen der Ostküste entlang nach Süden fahren, soweit wir Lust haben. Nun darf/muss sich auch Seraina ans Steuer des Campers wagen, Bastian will auch mal als Beifahrer die schöne Landschaft geniessen können.

Unterwegs kaufen wir uns noch Schlafsäcke, wird doch ziemlich kalt in der Nacht im Camper. Nach ca. 360 km finden wir einen kleinen Campingplatz in Moeraki Village, am Hang über dem Meer gelegen mit schöner Aussicht auf den Hafen. Nach der langen Fahrt brauchen wir noch ein wenig Bewegung und machen in einer Regenpause einen Spaziergang. Zuerst lässt ein Eisvogel Bastians Ornithologen und Fotografenherz höher schlagen, der Eisvogel wartet schön auf dem Ast, bis Bastian seine Kamera eingerichtet hat und fliegt dann davon, bevor er ein Foto schiessen kann. Als wir weitergehen liegt plötzlich ein Seehund am Wegrand und dauernd hüpfen kleine Kaninchen über den Weg, es gibt also allerhand zu sehen hier.

21. März – Banks Peninsula

Wahnsinn dieser Blick aus dem Fenster nach unserer ersten Nacht im Camper.

Entgegen unserer Erwartung ist das Wetter wieder strahlend schön. Wir trinken einen Kaffe in der Sonne am Meer, welch ein guter Start in den Tag. Um uns vor der ersten längeren Strecke noch ein wenig zu erholen beschliessen wir noch eine Nacht auf diesem Camping zu bleiben und dafür noch ein wenig die Halbinsel zu erkunden. Nachdem alles Hab und Gut wieder sicher verstaut ist machen wir uns auf den Weg nach Akaroa. Ein Ort im französischen Kolonialstil wo uns verschiedene Aktivitäten wie Dolphinwhatching, Harbour Boattour oder Kayaking zur Auswahl stehen. Als wir ankommen geniessen wir es aber einfach ein wenig in der Sonne zu sitzen und die Seele baumeln zu lassen. So richtig können wir uns nicht dazu motivieren irgend eine Tour zu machen, bestimmt haben wir noch mehr solcher Möglichkeiten in den nächsten Wochen.

Wir beschliessen dafür noch auf die andere Seite der Halbinsel zu fahren. Die kurvige Strecke führt uns in die Berge der Halbinsel, Wahnsinn diese Aussicht. Wir fahren herunter zur Oakins Bay.

Mit ein wenig Glück kann man hier Pinguine sehen, leider haben wir kein Glück, ist aber trotzdem wunderschön und die Fahrt hat sich definitiv gelohnt.

Da sich Regen ankündigt fahren wir anschliessend zum Camping zurück und nutzen die Zeit um uns mal um Fotos und Filme zu kümmern.