26. März – Monkey Island

Wir verabschieden uns vom schönen Strand und den Delfinen in Curio Bay. Bevor wir in die Fjordlands fahren nutzen wir die Gelegenheit in der letzten grösseren Stadt, Invercargill noch einige Besorgungen zu machen. Wir rüsten uns mit einiger warmer Merinokleidung ein und Bastian kauft sich eine Fischerausrüstung um die wunderschönen Gelegenheiten zum Fischen in den Seen und Flüssen Fjordlands nutzen zu können.

In unserem Camper ist vor einiger Zeit die Warnmeldung „Ad blue“ angegangen. Gemäss der Auskunft der Camper-Assistance muss das „Ad blue“ (Harnstoff für Dieselfahrzeuge) innerhalb der nächsten 2‘500 aufgefüllt werden, kann also beim nächsten Tankstop gemacht werden. Damit beginnt unsere Odyssee durch Invercargill: erste Tankstelle > zweite Tankstelle > Motorshop > Suche durch das Industriegebiet > VW-Garage > Mitsubishi-Garage > nochmals die gleiche VW-Garage, da wurden wir dann tatsächlich fündig. Als der Mechaniker dann auch endlich noch den „Ad blue“-Tank gefunden hat, kann die Flüssigkeit nachgefüllt werden.

Und so machen wir uns nach etwa zwei Stunden Suche nach „Ad blue“ endlich auf den Weg zu unserem heutigen Campingplatz „Monkey Island“, einem kostenlosen Campingplatz direkt am Strand. Ausgewählt hatten wir den Camping ursprünglich nur wegen seinem Namen, so heisst ein Computerspiel, welches Bastian seit seiner Kindheit immer wieder mal spielt. Aber die Auswahl hat sich gelohnt, unglaublich die Aussicht.

Zum ersten Mal sind wir nun auf einem Camping ohne Strom und sonstige Einrichtungen wie Toilette, Küche etc. Deshalb schmeissen wir nun erstmals den Boiler an und naja, funktioniert nicht ganz wie gewünscht, plötzlich ist unser ganzer Wasservorrat im Boiler statt im Wassertank und kommt dort auch nicht mehr raus. Hätte man wohl besser mal vorher ausprobiert, hinterher weiss man es immer besser. Abwasch geht auch mit Frischwasser aus dem 10 Liter Kanister und mit aufgekochtem Wasser. Nach der idyllischen Aussicht am Abend wird die Nacht eher ungemütlich, unser Camper steht ziemlich exponiert und die Nacht ist eher stürmisch, unser Camper wird ordentlich durchgerüttelt, sodass man fast Seekrank wird. Damit nochmals eine neue Camper-Erkenntnis: immer schauen, dass der Platz für den Camper schön windgeschützt ist.

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