25. März – Endlich, ein Pinguin!

Nach dem langen Tag gestern beschliessen wir mal einen ruhigeren Tag einzulegen. Ich habe von einem Camping gelesen, bei welchem man vom Strand aus oft Delfine sehen kann. Ausserdem sollen direkt neben dem Campingplatz auch Pinguine sein. Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen und so beschliessen wir, heute nur diese kurze Strecke zurückzulegen, unterwegs die Cathedral Cave anzuschauen und uns danach an den Strand zu legen und mal ein wenig die Seele baumeln zu lassen, schliesslich sind wir ja in den Ferien. Als wir um kurz nach zwölf zur Einfahrt zum Parkplatz für die Cathedral Cave kommen ist das Tor geschlossen. Wir stellen fest, dass die Besichtigung wohl gezeitenabhängig ist und der Einlass erst ab 14 Uhr möglich ist. Wir überlegen uns kurz, später nochmals zurückzukommen, sind uns aber schlussendlich einig, diese Sehenswürdigkeit auszulassen, wir werdens überleben und sehen sicher auch noch andere tolle Sachen. Weiter gehts zum Camping in der Curio Bay. Wunderschön gelegen auf einer kleinen Halbinsel. Auf der einen Seite des Campings gibt es steinige Klippen, welche aus einem versteinerten Wald entstanden sind, auf der anderen Seite einen wunderschönen Sandstrand.

Die Plätze für den Camper sind durch Pflanzen abgetrennt und somit schön windgeschützt. Nach einer kurzen Besichtigungstour über den Platz legen wir uns an den Strand. So haben wir uns das vorgestellt, gemütlich am Strand liegen und den Hector-Delfinen beim Spielen zusehen.

Wie der Mitarbeiter des Campings uns erzählt hat, können um ca. 19.30 Uhr am felsigen Teil der Küste, nur wenige Gehminuten von unserem Camper entfernt, Pinguine beobachtet werden, welche sich für die Nacht in ihrem Nest zurückziehen. Nun wollen wir endlich mal die Chance packen. Da Gelbaugenpinguine nur an der Westküste der Südinsel vertreten sind, ist es unsere letzte Möglichkeit, diese zu sehen. So machen wir uns extra früh, schon kurz vor 19 Uhr auf den Weg zum Strand. Wir warten und warten und warten, Bastian nutzt die Zeit immerhin um im schönen Abendlicht noch einige Fotos des versteinerten Waldes zu schiessen.

Nach über einer Stunde plötzlich ein wenig Aufregung unter den Wartenden, weit weg, auf der anderen Seite des Strandes hat jemand etwas weisses entdeckt. Ich schaue mit dem Fernglas genauer hin und tatsächlich, knapp zu erkennen ein einzelner Pinguin! Von einem Mitarbeiter des Department of Conservation erfahren wir dann, dass es sich wohl um einen mausernden Pinguin handelt, welcher den ganzen Tag im Nest war und nun etwas zu trinken sucht. Es ist also nicht der Pinguin auf welchen wir gewartet hatten, aber immerhin, wir haben einen gesehen.

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