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20. März – Camper-Neulinge

Nach unserer ersten Nacht in Neuseeland startet unsere Campingtour. Das Wetter könnte nicht besser sein, strahlend blauer Himmel und angenehm warm, so haben wir uns das vorgestellt. Mehr oder weniger ausgeschlafen gönnen wir uns erstmals einen Kaffe, wir hatten gehört, dass Neuseeland eine gute Kaffekultur zu bieten hat, und wurden nicht enttäuscht. Ein guter Kaffe in der Sonne, so können Ferien beginnen.

Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg zur Campervermietung und nach einer kurzen Einführung gehts auch schon los. Zuerst muss unsere ganzes Gepäck in die wenigen Kästen verstaut werden, ist wohl eine Wissenschaft für sich, wie das alles sicher versorgt wird, ohne dass bei der Fahrt nicht alles durch den Camper fliegt. Danach fahren wir los, ein 3 ½ Tonnen schwerer Campervan mit Automatikgetriebe im Linksverkehr ist dann doch ein wenig anders zu fahren als unser kleiner Fiat Punkto mit Schaltgetriebe. Daran werden wir uns in den nächsten 5 ½ Wochen aber sicher auch noch gewöhnen.

Nach dem ersten grossen Einkauf und nachdem alles sicher im Camper verstaut ist machen wir uns auf den Weg zum ersten Campingplatz. Für den ersten Tag haben wir uns nur eine kurze Strecke vorgenommen. Wir möchten uns erstmal ein wenig von der Reise erholen und den Jetlag ausschlafen. Wir fahren deshalb auf die Banks Peninsula, eine Halbinsel direkt vor Christchurch. Dort wählen wir einen Campingplatz direkt am Meer in Duvauchelle in der Akaroa Bucht.

Nun haben wir auch Zeit unser Ordnungs-Konzept im Camper noch ein wenig zu optimieren. Nach einem feinen Outdoor-Znacht (dick eingepackt, da es hier am Abend doch schon ziemlich kalt wird, aber immerhin) schauen wir noch ein wenig in die Sterne. Unglaublich wie gut die Milchstrasse hier zu sehen ist. Die Milchstrasse ist auf der Südhalbkugel grundsätzlich besser zu sehen, im Moment ist zudem das galaktische Zentrum besser zu sehen. Dazu kommt die saubere und klare Luft in Neuseeland und die geringe Luftverschmutzung.

17.-19. März – Chur-Zürich-Dubai-Sydney-Christchurch

Samstag 17. März kurz vor 22 Uhr. Wir sitzen im Flieger der Emirates und warten auf den Abflug. Nachdem es so lange in unseren Köpfen herumgeschwirrt ist, startet endlich unser grosses Abenteuer. Das Wetter macht uns den Abschied leicht, es schneit und die Temperatur ist in der Zwischenzeit auf unter Null Grad gesunken. Vor dem Abflug muss erst noch das Flugzeug enteist werden.

Der erste unserer drei Flüge bis nach Neuseeland dauert knapp 6 Stunden und bringt uns nach Dubai, anschliessend in 13 ½ Stunden nach Sydney und zum Schluss in 2 ½ Stunden nach Christchurch.

Nach der Landung in Christchurch müssen erstmal die Einreiseformalitäten geregelt werden. Da die schnellere Passport-Schlange für die e-Passport Kontrolle unter anderem für Deutsche nicht aber für Schweizer zugelassen ist, muss Bastian wohl oder übel auch mit seinem Deutschen Pass mit Seraina und ganz vielen Asiaten in der langen Schlage anstehen. Dafür müssen wir anschliessend nicht mehr auf unsere Koffer warten und die Schlange an der Biosecurity ist auch bereits deutlich kürzer. Mit unseren sauber geputzten Trekkingschuhen ist die Biosecurity sehr zufrieden und somit betreten wir kurz darauf endlich Neuseeländischen Boden. Nach einer anstrengenden Reise und 35 Stunden nach unserer Abfahrt zuhause sind wir dann auch endlich in unserem Hotel für die erste Nacht in Christchurch. Leider ist es erst 16 Uhr und um den Jetlag möglichst schnell in den Griff zu bekommen dürfen wir noch nicht schlafen gehen. Im Halbschlaf trotten wir ein wenig durch die Innenstadt von Christchurch, immer noch sind viele Spuren der grossen Erdbeben im 2011 und 2016 sichtbar, gleichzeitig wurden schon viele Häuser wieder neu aufgebaut. Nach einem kurzen Nachtessen geben wir dann um 20 Uhr endgültig auf und schlafen ein.