24. März – Aus der Stadt wieder zurück in die Natur

Von unserem Campingplatz in Dunedin starten wir am Morgen in Richtung Otago Peninsula. Bastian kanns kaum erwarten endlich die Köngisalbatross Kolonie zu sehen, welche dort zuhause sein soll. Als wir starten sind die Hügel wolkenverhangen und es regnet leicht, kurz darauf drückt aber bereits zum ersten Mal an diesem Tag ein wenig die Sonne durch. Wir fahren ans Ende der Halbinsel zum Royal Albatross Center. Als wir dort sind stellen wir fest, dass die Kolonie nur mit einer Tour besucht werden kann, der Ort der Nester ist ansonsten nicht zugänglich. Na gut, dann leisten wir uns wohl die stündige Tour für ca. 30 Franken pro Person. Nach einer Einführung gehts endlich zu den Nestern. Aktuell sind die jungen Albatrossküken noch in den Nestern und werden einmal täglich von einem Elternteil gefüttert. Diese Fütterung ist die einzige Chance, auch erwachsene Tiere sehen zu können. Während einer halben Stunde beobachten wir die Küken, welche noch flauschig, aber bereits ziemlich gross in ihren Nestern sitzen.

Leider ist zu diesem Zeitpunkt wohl bei keinem der vier Küken Fütterungszeit. Und so verlassen wir ein wenig enttäuscht das Albatrosscenter. Da inzwischen Mittag ist beschliessen wir, uns noch etwas zu Essen zu machen und dieses dann bei diesem schönen Ausblick auf der Klippe zu essen. Kaum sind wir mit unserem Baguette an der Klippe angelangt wird Bastian ganz aufgeregt. Plötzlich sehe ich einen ausgewachsenen Albatross über unsere Köpfe fliegen, gleich danach macht er sogar nochmals eine Extrarunde über uns.

Schon beeindruckend wenn einem ein solch riesiger Vogel mit 3 Metern Flügelspannweite in nur ein paar Metern Höhe über den Kopf fliegt. Bastian hat somit sein Tagesziel erreicht und ist glücklich für den Rest des Tages. Während er kurz darauf noch eine Runde mit der Drohne fliegt checke ich auf dem iPad bereits einmal ab, welche Campingplätze in Frage kommen könnten und wähle entlang Ostküste ein paar aus, so können wir dann spontan entscheiden, wenn wir keine Lust mehr haben weiterzufahren.

Nächster Halt ist der Nugget Point. Ein schöner Leuchtturm bei welchem vor der Klippe Felsspitzen aus dem Wasser ragen. Wieder sehen wir unendlich viele Seehunde.

Auf dem Rückweg gehen wir noch zum Penguin Beach, an welchem es ebenfalls Gelbaugenpinguine geben soll. Dieses mal sind wir sogar zur richtigen Zeit dort und entsprechend hohe Erwartungen haben wir. Wir warten über eine halbe Stunde am gekennzeichneten Ort, aber es tut sich nicht. Da es in der Zwischenzeit schon spät geworden ist und wir hungrig und müde sind, geben wirs auf und fahren zum nächsten Campingplatz in Kaka Point. Der Camping ist auf einem Hügel gelegen, leider ohne Aussicht, dafür aber halb in den Busch gelegt. So, dass man beim Camper endlos Vögel pfeifen hört. Wir entschliessen uns, vor dem Znacht noch eine Runde auf dem Bushwalk zu drehen und wir werden nicht enttäuscht. Wir fühlen uns wie mitten in der Masoalahalle, nur dass es leider nicht ganz so warm ist. Alles ist zugewachsen, gefühlt keine einziger Zentimeter, auf dem nicht eine Pflanze wächst.

Zudem pfeifen überall Vögel in für uns unbekannten Tönen. Bastian, der zuerst nicht ganz so motiviert war kann fasst nicht mehr aufhören zu fotografieren während ich ungeduldig und hungrig daneben warte. Als Entschädigung werde ich bekocht, als wir wieder zurück beim Camper sind.

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