Uns hat unser Hotel in Raiatea sehr gut gefallen, entsprechend traurig sind wir auch, dass wir heute bereits wieder Abschied nehmen müssen, auch wenn wir uns natürlich auf unser weiteres Programm freuen. Nach dem Frühstück geniessen wir erstmal nochmals den Pool direkt vor unserem Zimmer. Wir setzen uns mit den Beinen im Wasser an den Beckenrand, was bei diesen Temperaturen eine willkommene Abkühlung ist.
Irgendwann packt Bastian dann unsere Koffer und wir Checken aus. Allerdings können wir uns danach wieder an den Pool setzen,bis unser Taxi uns abholt. Wir können uns nach der Kälte in Neuseeland richtig schön aufwärmen. Am Mittag werden wir dann abgeholt und zum Hafen von Raiateas Hauptstadt Uturoa gebracht. Dort wartet bereits unser Katamaran auf uns. Unser Skipper John begrüsst uns und zeigt uns unser Zimmer für die nächsten drei Nächte. Wir hatten bereits vor 1 ½ Jahren bei unserem letzten Besuch in Französisch Polynesien eine Katamarankreuzfahrt mit der gleichen Reederei gemacht. Diesesmal haben wir aber den grösseren Katamaran und die Zimmer sind deutlich luxuriöser.
Der Nachteil ist allerdings auch, dass hier doppelt so viele Leute draufpassen wie beim kleineren Boot. Eine sechsköpfige Famile und ein Paar sind bereits an Bord. Wie wir feststellen sind alle aus Frankreich und das Englisch des Skippers ist auch nicht wirklich gut. Scheint so, als wären wir in den nächsten Tagen von ganz viel Französisch umgeben, ziemlich doof, dass ich kein einziges Wort davon verstehe. Bastian hatte sich in den letzten Monaten immerhin die Mühe gemacht ein wenig Französisch zu lernen, wirklich viel versteht aber auch er nicht. Als ihre Kabinen bezogen haben macht der Skipper noch eine kleine Sicherheitseinfühung und allgemeine Information zur Tour. Der Englische Teil ist dabei immer höchstens ein Viertel des französischen Teils. Zum Glück kennen wir die Abläufe bereits, so reichen uns die spärlichen Infos die wir verstehen. Nach der Einführung gibts direkt Mittagessen die Fahrt geht los. Heute erwartet uns nur eine zweistündige Fahrt durch die Lagune von Raiatea nach Taha‘a. Wir fühlen uns direkt wieder wahnsinnig wohl auf dem Katamaran, auf dem Meer unterwegs zu sein gefällt uns einfach.
Unterwegs werden uns dann per Boottaxi noch zwei weitere Passagiere gebracht, welche zu spät mit dem Flieger in Raiatea angekommen sind. Nochmals ein Paar aus Frankreich. Immerhin kann die Frau Englisch und so können wir uns auch mal mit jemand anderem unterhalten. Nach zwei Stunden erreichen wir unseren nächsten Programmpunkt. Wir besuchen einen Korallengarten zwischen zwei Motus (Inseln). Die Motus trennen das Meer von der Lagune und deshalb drückt zwischen den zwei Motus Wasser in die Lagune. Dies ergibt eine Strömung zwischen den Motus. Man geht zuerst zu Fuss vom einen Ende der Insel zum anderen.
Dort steigt man ins Wasser und lässt sich durch den Korallengarten zum Startpunkt zurücktreiben. Wunderschön die Fische und Korallen, welche man hier überall entdecken kann.
Nach dem Schnorcheln können wir uns bei einer Tasse Tee erholen. Danach geht die Fahrt weiter, wieder ein Stück zurück. Dort gehen wir in der Lagune vor Taha‘a für diese Nacht vor Anker.
Nach dem Nachtessen sind Bastian und ich bereits so müde, dass wir bereits um 9 ins Bett gehen.
Nach zwei Nächten ist unsere Zeit in Tahiti vorerst bereits wieder vorbei. Heute gehts weiter nach Raiatea, wo morgen unsere Katamarankreuzfahrt starten wird. Nach dem Ausschlafen und Frühstücken bleibt also nur noch Zeit zum Packen und vor dem Mittag werden wir dann schon wieder abgeholt. Zurück gehts zum Flughafen nach Papeete. Heute aber nur ein Inlandflug, deshalb ist die ganze Kontrolle deutlich entspannter. Im Gegensatz zu den anderen Inseln, wo die Inlandfluglinie Air Tahiti startet, wird hier aber sogar noch ein Sicherheitscheck durchgeführt. Nach einer Stunde Wartezeit ist der Flieger dann bereit fürs Boarding. Beim Flieger handelt es sich um eine Propellermaschine, Sitzplatzzuteilungen gibts keine. Während des Flugs wird ein einheimischer Ananassaft serviert und nach etwas über einer halben Stunde sind wir bereits in Raiatea. Sowas wie Gepäckbänder gibts hier nicht, das Gepäck wird einfach auch einer Ablage bereitgestellt. Danach werden wir in unser heutiges Hotel, die Villa Ixora, gebracht.
Das Hotel besteht aus nur ein paar wenigen Zimmern, welche echt schön eingerichtet sind. Dazu gibts ein Restaurant, welches gemäss Trip Advisor auch von Einheimischen viel besucht wird, was sicher immer ein gutes Zeichen ist. Wir bringen kurz unser Gepäck zum Zimmer und machen uns dann bereits auf den Weg. Wir leihen uns ein Velo des Hotels und fahren damit in den Hauptort Raiateas, Uturoa.
In Raiatea sind wir bereits bei unserer letzten Reise hier mit dem Katamaran vorbeigekommen und haben einige Läden entdeckt, welch wir heute nochmals besuchen möchten. Einzige Errungenschaft bleiben aber schlussendlich ein paar Boardshorts für Bastian und einige Flaschen Wasser. Auch wenn die Sonne nicht die ganze Zeit scheint ist es ziemlich warm und wir kommen ordentlich ins schwitzen, auf der Velofahrt sowieso. Als wir zurück im Hotel sind springen wir deshalb als erstes in den Pool um uns abzukühlen. Danach liegen wir bis fast zum Nachtessen am Pool und geniessen die Wärme. Vom Znacht hier haben wir aufgrund der Bewertungen einiges erwartet und tatsächlich, das Essen ist extrem gut, die Erwartungen wurden noch übertroffen.
Nachdem wir noch eine Weile am Meer sitzen und die Stille geniessen ists wiedermal Zeit um Fotos zu bearbeiten bzw. den Blog nachzuführen, da wir die nächsten vier Tage auf dem Meer kein Internet haben werden.
Nach unserer ersten Nacht in Tahiti wachen wir einigermassen erholt auf, doch ziemlich angenehm so ein richtiges Bett. Nun freuen wir uns, das Hotelgelände zu erkunden. Als wir gestern ankamen war es ja bereits dunkel.
Nach einem guten Frühstück spazieren wir zum Strand und geniessen erstmal die Surferwellen am Korallenriff anzuschauen. Danach machen wir eine kurze Shoppingtour im Einkaufszentrum in der Nähe des Hotels und legen uns anschliessend an den Strand. Für den Nachmittag haben wir eine Tahiti-Erkundungstour gebucht. Als wir das letzte mal in Tahiti waren haben wir ebenfalls zwei Nächte hier verbracht (in einem anderen Hotel) und haben von der Insel selbst nichts gesehen. Das wollen wir diesmal ändern. Wir haben uns auch kurz überlegt ein Auto zu mieten und selbst auch Erkundungstour zu gehen. Allerdings haben wir dafür zu wenig Zeit, immerhin verbringen wir nur zwei Nächte hier. Als wir am Nachmittag darauf warten abgeholt zu werden sind wir mässig begeistert, als wir einen total gefüllten Reisecar anfahren sehen. Eigentlich hatten wir uns eher auf eine Tour im Pick-up eingestellt, wie wir das auf anderen Inseln auch schon hatten. Zu allem Überfluss stellen wir dann auch noch fest, dass alle anderen Teilnehmer der Tour von einem Kreuzfahrtschiff kommen, welches gerade in Papeete im Hafen liegt. Die Tour führt einmal rund um die grössere Insel Tahitis, Tahiti Nui, An verschiedenen Orten und Aussichtspunkten halten wir an und steigen aus um Fotos zu machen.
Irgendwie ist die Tour aber ziemlich stressig, gerade viel Zeit die Umgebung zu geniessen bleibt einem nicht. Während der Fahrt versorgt uns der Fahrer pausenlos mit Informationen, allerdings sind wir nicht bei allem sicher ob es wirklich stimmt, er scheint gerne ein wenig zu übertreiben. Zum Schluss stehen wir dann in Papeete noch ziemlich lange im Stau und als wir zurück im Hotel sind ist es bereits dunkel. Jetzt noch Nachtessen und danach nur noch ins Bett. Auch wenn die Tour ganz und gar nicht das war, was wir erwartet hatten sind wir doch froh, auch mal mehr von der Insel gesehen zu haben als nur den Flughafen und das Hotel. Und wirkliche Alternativen hatten wir sowieso nicht.
Nun ist unsere letzte Nacht im Camper vorbei. Am Morgen packen wir noch die restlichen Sachen in unsere Koffer und machen den Camper abgabebereit. Zum Glück haben wir ein Drop&Go Paket abgeschlossen, das heisst wir müssen den Camper nicht reinigen sondern nur gerade den Toiletten- und den Abwassertank leeren. Trotzdem zieht sich das Ganze dann ein wenig, bis wir dann auch alle Schränke nochmals kontrolliert haben. Unsere Kofferwaage ist auf wundersame Weise verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt, nun ja, irgendwo wir sie dann schon wieder auftauchen. Da wir nichts mehr zu Essen haben machen wir den ersten Halt bei McDonalds wo wir uns erstmal einen Kaffee und ein Frühstück holen, dies verbessert die allgemeine Stimmung im Camper deutlich ;-)! Nach einem Tankstopp gehts danach zur Camperabgabestation. Für die eigentlichen 15 Minuten Fahrtweg haben wir schlussendlich doch über eine Stunde benötigt, zum Glück sind wir früh dran. Die Camperabgabe läuft dann ziemlich reibungslos und schnell, alles in Ordnung. Ein Shuttle bringt uns danach zum Flughafen und schlussendlich sind wir schon 4 Stunden vor Abflug hier. Nachdem wir das Gepäck losgeworden sind und unser Handgepäck umgepackt haben (hier wird das Handgepäck gewogen und Bastian war mit seinem 15 kg Rucksack doch ein Stück über den erlaubten 10 kg) gehen wir direkt durch den Sicherheitscheck in die Abflughalle. Hier schlendern wir ein wenig durch die Läden und gönnen uns danach wiedermal eine Portion Sushi und widmen uns unserem Blog bzw. unseren Fotos. Wir merken, dass wir in der Zwischenzeit deutlich entspannter sind, vom allgemeinen Stress am Flughafen lassen wir uns kaum anstecken. Ziemlich pünktlich um 15 Uhr können wir dann unseren Air Tahiti Nui nach Papeete besteigen.
Weil wir mit einer Französisch Polynesischen Fluggesellschaft fliegen erwartet und bereits beim Einsteigen in den Flieger viel Polynesisches. Beispielsweise erhalten wir eine Tiare-Blüte, Französisch Polynesiens «Nationalblüte», welche gleichzeitig auch Logo der Fluggesellschaft ist. Die Blüte wird traditionellerweise hinters Ohr geklemmt, bei Frauen eine offene Blüte, bei Männern eine geschlossene Blüte. Schon der Duft dieser Blüte lässt wunderschöne Erinnerungen an unsere letzten Ferien in Französisch Polynesien aufkommen. Und sogar das Essen im Flieger ist ziemlich gut.
Nach ca. 4 ½ Stunden Flug landen wir um kurz vor 11 Uhr in der Nacht in Tahiti. Da wir die Datumsgrenze überflogen haben ist nun wieder Mittwoch, obwohl wir am Donnerstag in Auckland abgeflogen sind, ziemlich verwirrend! Als wir aus dem Flugzeug steigen ist es mitten in der Nacht immer noch 29 Grad warm und die Luft hat einen hohen Feuchtigkeitsgrad, richtig schön tropisch, wie wirs mögen. Nachdem wir unser Gepäck erhalten haben gehts mit dem Transferbus auf ziemlich direktem Weg in unser Hotel, das Le Meridien, welches nicht wahnsinnig weit weg vom Flughafen ist. Wir haben eine Zeitverschiebung von 22 Stunden, das heisst effektiv merken wir 2 Stunden, was also durchaus verkraftbar ist. Obwohl in Auckland erst 10 Uhr wäre sind wir ziemlich müde, als wir um Mitternacht endlich ins Hotel kommen. Wir freuen uns auf ein richtiges Bett und darauf, in der Nacht nicht zu frieren.
Heute ist ANZAC-Day (Gedenktag für die gefallenen Soldaten in der Schlackt von Gallipolli im ersten Weltkrieg). Da dies in Neuseeland einer der wichtigsten Feiertage ist, haben heute viele Neuseeländer frei und treffen sich am Strand. Bereits am frühen Morgen ist deutlich mehr los am Strand neben unserem Camping als die letzten Tage. Da wir unsere Kaffeemaschine bereits gestern, mit unserem Gepäck das wir hier lassen, nach Auckland gebracht haben gehen wir heute ins Cafe neben unserem Campingplatz frühstücken.
Für Bastian gibts somit wiedermal ein pochiertes Ei. Danach machen wir uns abfahrtbereit. Damit wir morgen für die Fahrt zur Camperabgabe nicht durch Auckland fahren müssen, wo wir beim letzten Mal extrem lange im Stau standen wollen wir heute innerhalb von Auckland den Campingplatz wechseln. Der Camping ist nur 15 Minuten von der Camperabgabe entfernt und liegt ein wenig speziell, mitten in einem Wohngebiet. Kurz überlegen wir uns heute nochmals in die Innenstadt zu fahren, dann beschliessen wir uns aber uns heute einen gemütlichen Tag auf dem Camping zu gönnen, die Sonne hier zu geniessen. So haben wir auch genügend Zeit unsere Koffer zu packen. So ganz wohl fühlen wir uns auf diesem Camping nicht, aber für eine Nacht wirds schon gehen.
Heute schaffen wir es ein wenig früher aus dem Bett als gestern. In der Zwischenzeit ist bei uns ein wenig Aufbruchstimmung, nur noch zwei Nächte im Camper. Beim aktuellen Campingplatz gibt es in der Küche eine «Looking for a good home»-Kiste in welche nicht mehr benötigte Lebensmittel gelegt werden, welche dann von anderen Campern mitgenommen werden können. Ist natürlich eine gute Sache, da es fast nicht möglich ist, punktgenau alles einzukaufen/aufzubrauchen bevor der Camper abgegeben wird. Und mitnehmen wollen wir die meisten Sachen mit. Und so haben wir in den letzten beiden Tagen immer mal wieder Dinge in die Kiste gelegt. In der Zwischenzeit haben wir uns nun einen Spass daraus gemacht zu wetten, welche Produkte wohl am schnellsten weg sein werden. Jedesmal auf dem Weg an der Küche vorbei schauen wir gespannt, was noch da ist. Nun müssen wir aber auch den ersten Teil unserer Sachen zusammenpacken. Die Sachen, welche wir nicht mit nach Französisch Polynesien mitnehmen wollen werden in zwei Taschen gepackt und heute nach Auckland ins Hotel gebracht.
Wir stellen fest, dass sich da doch einiges zusammengesammelt hat in den letzten Wochen, schon die Schlafsäcke nehmen einiges an Platz in den Taschen weg, dazu kommen noch einige Souvenirs. Trotzdem fragen wir uns am Ende, wieso die Taschen so schwer sein können. Wird merken, dass es durchaus noch spannend werden könnte, wie wir es schaffen, für den Flug zurück in die Schweiz in den 30 kg Freigepäck zu bleiben. Spontan kaufen wir auf dem Weg zum Bus nach Devonport deshalb noch eine Kofferwaage. So können wir dann vor dem Abflug dann noch prüfen, was alles mit nach Hause fliegen darf. Wir haben da bereits einige Wackelkandidaten, welche wir durchaus in Neuseeland zurücklassen könnten. Als wir dann mit gewogenen Taschen an der Bushaltestelle auf den Bus warten spricht uns eine Frau an. Die Busse würden heute nicht fahren, es gibt einen allgemeinen Streik. Wir wissen ja nicht, ob allgemein bei den ÖV einfach so viel gestreikt wird, aber irgendwie haben Bastian und ich ein ziemlich gutes Händchen dafür in den Ferien solche Streiks anzutreffen. Da wir unser Gepäck unbedingt heute nach Auckland bringen müssen muss eine Alternative her, wir wollen nun auch mal Uber ausprobieren. Während Bastian damit beschäftigt ist die App herunterzuladen und sich zu registrieren sehe ich per Zufall, dass gerade ein Bus hält, welcher mit «City Centre» angeschrieben ist. Kann ja grundsätzlich nicht so verkehrt sein, auch wenn wir so auf die Fährfahrt verzichten müssen. Ich frage die Busfahrerin und tatsächlich. Wir steigen ein und sind sogar noch schneller in Auckland als mit der ursprünglichen Verbindung. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir unser Gepäck nicht so weit tragen müssen (wobei wir hier wohl eher für Bastian steht), da der Bus an einer Haltestelle nahe des Hotels, in welchem wir das Gepäck abliefern, hält. Nachdem das Gepäck weg ist läufts sich deutlich leichter. Ursprünglich hatten wir uns mal noch überlegt eine Hafenbootstour zu machen oder eine Ausflug nach Rangitoto Island. Nachdem Auckland uns gestern aber so gut gefallen hat wollen wir den Tag heute nutzen, um die Stadt nochmals ein wenig zu geniessen. Geshoppt haben wir genug und so wollen wir die Gegend rund um den Hafen noch ein wenig ausführlicher erkunden. Wir gönnen uns zum Zmittag eine Runde Sushi, welches es hier an jedem Strassenecken gibt. Gegessen wir am Viaduct Harbour, welcher uns schon gestern so fasziniert hatte. Wir geniessen den Ausblick hier und lassen unsere Zeit in Neuseeland noch ein wenig Revue passieren. Frisch gestärkt gehen wir dann weiter in Richtung Wyneyard Quarter, einem Quartier im Hafen, welches noch am entstehen ist.
Auch hier reiht sich dem Wasser entlang wieder ein Restaurant ans andere. Dahinter gibts einen weiteren Teil des Hafens mit teilweise ziemlich grossen Yachten. Für Bastian ist das hier ein Fotoparadies, aber nicht wegen der Yachten sondern wegen der speziellen Architekturen und Formen überall. Und so schiesst er ein Foto nach dem anderen, während ich noch ein wenig die Yachten bewundere.
Wir spazieren weiter ganz gemütlich rund um den Viaduct Harbour und setzen uns dann in eines der schönen Cafes und geniessen einen Flat White mit Ausblick auf die schönen Yachten.
So fährt beispielsweise auch gerade die (etwas ältere) Americas Cup Yacht der Neuseeländer ein, mit welcher Touristen hier eine zweistündige Tour machen können. Als wir wieder zurück beim Fährterminal sind stellen wir fest, dass wir, obwohl wir heute eigentlich fast nichts gemacht, sondern nur genossen haben, ziemlich viel Strecke zu Fuss zurückgelegt haben. Auch nach dem zweiten Tag in Auckland sind wir aber immer noch total begeistert von der Stadt und freuen uns schon, auf unserem Rückweg in die Schweiz nochmals eine Nacht hier verbringen zu dürfen. Mit der Fähre und dem Bus gehst dann wieder zurück nach Takapuna (die Busstreiks sind in der Zwischenzeit zum Glück vorbei).
Auf dem Rückweg gönnen wir uns in einem Pub einen feinen Znacht, so müssen wir wenigstens nicht mehr kochen.
Für heute haben wir uns eine Erkundungstour in Auckland vorgenommen. Zuerst lassen wir uns aber mal sehr viel Zeit mit Aufstehen und Frühstücken. Am Mittag schaffen wir es dann endlich los zu gehen. Mit dem Bus gehts zuerst nach Devonport und von dort aus mit der Fähre direkt in die Innenstadt von Auckland. Welch eine coole Stadt, in wenn man mit der Fähre mitten ins Zentrum anreisen kann. Bereits von Devonport aus kann man die Skyline von Auckland sehen, ziemlich beeindruckend. Man hat das Gefühl, dass grosse Unternehmen sich hier regelrecht mit Hochhäusern zu übertrumpfen versucht haben.
In Auckland angekommen gibts erstmal etwas zu essen. Direkt am Fährhafen gibt es ein kleines Container-Dorf mit breitem Essensangebot, für uns gibts wiedermal Sushi. Danach erkunden wir Auckland entlang der Queensstreet, der Hauptshoppingmeile. Danach machen wir einen kurzen Abstecher in den Albertpark.
Nur wenige Minuten von der Queensstreet und dem vielen Rummel und Verkehr entfernt gibt es hier einen wunderschönen Park, eine richtige Oase mitten in der Stadt. Nachdem wir eine Weile eine Gruppe Asiatische Touristen bei ihrem ziemlich unterhaltsamen Fotoshooting beobachtet haben gehts für uns weiter. Wir stürzen und wieder in den Rummel und spazieren zum Skytower. Im Hotel direkt neben dem Skytower werden wir auf unserer Heimreise in gut zwei Wochen eine Nacht verbringen, bevors zurück in die Schweiz geht. Wir nutzen also die Gelegenheit und schauen uns gleich kurz das Hotel von aussen an. Ausserdem sichern wir uns beim Concierge nochmals ab, ob es wirklich ok ist, wenn wir einen Teil unseres Gepäcks für die nächsten zwei Wochen hier lassen. Für den Flug nach Französisch Polynesien haben wir deutlich weniger Freigepäck als bei den Emirate-Flügen aus der Schweiz nach Neuseeland und umgekehrt. Da wir zudem weder Wander noch Wintersachen benötigen werden in Französisch Polynesien lassen wir diesen Teil unseres Gepäcks hier. Der Concierge ist wahnsinnig freundlich, echt tolle Sache, dass uns das Hotel diese Möglichkeit bietet, immerhin verbringen wir gerademal eine Nacht hier. Nachdem diese Fragen geklärt sind geht unsere Erkundungstour weiter. Wir gehen runter zum Hafen und von dort aus ein Stück in Richtung Viaduct Harbour. Auch wenn es hier eine Baustelle gibt ist das hier wieder wie eine kleine Ruheoase im Grossstadttrubel. Man hat eine schöne Aussicht auf die Schiffe, aber auch auf die Aucklander Skyline.
Wir geniessen die Aussicht hier bis zum Eindunkeln, was den Ausblick nochmals in ein neues Licht taucht. Nach einem langen Nachmittag in Auckland gehts dann wieder auf die Fähre zurück nach Devonport. In der Zwischenzeit ist es fast ganz dunkel geworden und nun können wir die Lichter der Skyline vom Schiff aus sehen, was noch fast die schönere Ansicht ist als am Tag.
Bei den bisherigen Erfahrungen hatten wir ja immer ziemlich schnell genug von Städten. In Auckland ist das nun ganz anders. Wir sind völlig überrascht, wie gut es uns hier gefällt. Obwohl es eine riesige Stadt ist, hat Auckland einen speziellen Charme. Die Hafenpromenade ist wunderschön und lädt zum flanieren ein. Überall entdeckt man nur wenige Minuten vom Grossstadttrubel entfernt Örtchen, an denen es deutlich ruhiger ist und die zum Geniessen einladen. Ausserdem gibts überall viele Foodtrucks und kleine Restaurants, welche ganz verschiedene Spezialitäten aus allen möglichen Ländern anbieten. Zurück im Camper sind wir ziemlich erledigt, wir haben heute aber auch einige Kilometer zu Fuss zurückgelegt.
Nach ein paar wahnsinnig schönen Tagen in Paihia verabschieden wir uns heute ein wenig wehmütig von hier. Die Ausflüge der letzten Tage waren super und wir haben es sehr genossen, auch mal ein paar Tage am gleichen Ort zu verbringen und den Camper stehen zu lassen. Da unsere Zeit in Neuseeland sich aber nun langsam den Ende neigt gehts heute wieder in Richtung Auckland, von wo aus wir dann am Donnerstag weiter nach Französisch Polynesien fliegen werden. Auch wenn uns die Erfahrung in den letzten Wochen gezeigt hat, dass wir meist ziemlich schnell genug von grössere Städten haben, so wollen wir uns doch noch ein paar Tage Zeit nehmen um Auckland und seine Umgebung zu erkunden. Wir haben uns für die nächsten drei Nächte einen Campingplatz in Takapuna, einem Vorort von Auckland ausgewählt. Der Camping liegt direkt am Strand, gleichzeitig ist aber auch das Stadtzentrum von Auckland innert einer halben Stunde erreichbar. Dies hat für uns den Vorteil, dass wir uns nicht mit unserem Camper durch die Grossstadt schlagen müssen. Nachdem wir unseren Campingplatz bezogen haben erkunden wir noch ein wenig die Ortschaft. Nach den ruhigen Tagen in Paihia ist hier ziemlich viel los.
Beim Schreiben des Blogeintrags haben wir dann festgestellt, dass es von heute nichtmal richtige Fotos gibt. Einziges Foto von heute:
Hier sieht man, dass wir richtig Oldschool mit Karte statt mit Navi unterwegs sind. Wir sinds uns von Zuhause nicht gewohnt mit Navi zu fahren und eigentlich mach ich das auch noch ganz gerne so, hält den Kopf trotz Ferien frisch ;-)! Als Notfallplan gibts auch immer noch Google Maps auf dem iPhone. Wir haben aber festgestellt, dass es in den Städten deutlich besser funktioniert, wenn ich die Karte lese und Bastian fährt als umgekehrt, jedenfalls wenn wir irgendwann mal noch ankommen möchten ;-).
Nachdem wir die letzten Tage ziemlich viel Programm hatten, lassen wir es heute mal gemütlicher angehen. Wir schlafen erst aus und nutzen die Zeit nach dem Frühstück um Fotos zu bearbeiten (Bastian) und ein wenig Blogeinträge zu schreiben (ich). Ich kann mich sogar nach draussen vor den Camper an die Sonne setzen.
Erst nach dem Mittagessen verlassen wir dann den Campingplatz in Richtung Hafen. Unterwegs schauen wir am Strand noch beim Waka Festival zu, bei welchem gerade ein Kanu-Staffelrennen stattfindet. Toll zu sehen, wie sich die Ruderer in ihren einer und zweier Ausleger-Kanus auf dem Meer fortbewegen. Scheint eine grosse Party zu sein.
Dann gehts weiter zum Hafen, von wo aus wir mit der Fähre nach Russell fahren. Russell ist ein kleines Städtchen auf der anderen Seite der Bucht, die Fährfahrt dauert nur 15 Minuten, und das auch nur, weil die bereits ein wenig ältere Fähre in ziemlich gemächlichem Tempo unterwegs ist.
In Russell erkunden wir dann zuerst ein wenig die Stadt, setzen uns in eine gemütliche Gartenwirtschaft und geniessen die Sonne. Danach machen wir einen kleinen Walk zum Flagstaff Hill, von wo aus man eine wunderschöne Rundum-Aussicht auf einen grossen Teil der Bay of Islands hat. Der Weg hinauf war ziemlich steil und anstrengend, hat sich aber definitiv gelohnt.
Nach dem Spaziergang geniessen wir im Hafen den Sonnenuntergang und machen uns dann auf den Weg ins Restaurant The Duke of Marlborugh, in welchem wir heute Znacht essen werden. Nachdem wir nun bereits einige Wochen mit leicht eingeschränkten Möglichkeiten im Camper gekocht haben, gönnen wir uns heute einen richtig guten Znacht mit Meeresfrüchten und gutem Fleisch. Wir erhalten einen super Platz mit Aussicht auf das Meer. Der Service war ein wenig langsam für unseren grossen Hunger, ansonsten wars aber wirklich gut.
Nach dem Essen folgt ein weiteres Highlight, welches uns der Kapitän der Segelyacht vor ein paar Tagen empfohlen hatten. Wir fahren mit der Fähre unter wunderschön klarem Sternenhimmel, ganz alleine auf dem Aussendeck der Fähre, zurück nach Paihia. Auch wenn die Fahrt nur eine Viertelstunde dauert, geniessen wir es wahnsinnig. Unglaublich wie gut die Milchstrasse hier wieder zu sehen ist, sobald man nur einige Meter vom Hafen entfernt auf dem Meer ist.
Für den 20 Minütigen Fussweg zurück vom Hafen zum Camper gönnen wir uns zum Abschluss dann noch ein Glace.
Heute müssen wir wieder früher aufstehen. Um Acht Uhr startet unsere Delfintour. Immerhin werden wir heute direkt beim Camping abgeholt und müssen so nicht noch selbst zum Hafen gehen. Wir haben uns für eine Halbtagestour auf einem kleinen Boot entschieden, auf welchem auch die Möglichkeit besteht mit den Delfinen zu schwimmen. Dies allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen, welche vom DOC (Departement of Conservation) vorgegeben werden. So darf die Gruppe beispielsweise keine Babys dabei haben. Bereits rund eine halbe Stunde nach dem Start der Tour finden wir eine Gruppe grosser Tümmler, welche auch einen 5 Tage alten Babydelfin bei sich haben. Es ist unglaublich süss, wie dieser zwischen zwei erwachsenen Delfinen schwimmt und sich dabei noch ein wenig ungeschickt anstellt.
Wir können die Gruppe ziemlich lange und ziemlich nahe beobachten, bevor aufgrund eines Zeitlimits, welches ebenfalls das DOC vorschreibt, weiterziehen müssen. Nun gehts weiter mit einer Rundtour durch die Bay of Islands, bei welcher wir spezielle Steinformationen (Black Rocks) oder auch Wildlife-Hotspots (Bird Rock) besichtigen.
Wir haben sogar genügend Zeit durch das Hole in the Rock, einem Loch in einem Felsen, zu fahren.
Unterwegs sehen wir die Rückenflosse eines Hammerhais, Seehunde und wie schon gestern Zwergpinguine. Als wir uns auf die Rückfahrt machen sehen wir sogar noch eine Gruppe der kleinere gemeinen Delfinen. Ich hatte eigentlich gehofft, vielleicht noch einen Orca zu sehen, die solls hier in der aktuellen Jahreszeit auch haben. Leider waren wir dabei nicht erfolgreich. Auch das Delfinschwimmen konnte leider aufgrund des Babydelfins nicht durchgeführt werden. Aber wir sind rundum zufrieden mit dem Ausflug, vorallem der Babydelfin war ein ganz spezielles Erlebnis. Eine kleine Videozusammenfassung der Tour gibts unter folgendem Link:
Zurück im Camper gönnen wir uns noch ein wenig Ruhe, bevor wir zum nächsten Programmpunkt aufbrechen. Wir haben uns für heute Abend zum Hangi and Concert (Typischer Maoriznacht mit Show) auf den Waitangi Treaty Grounds angemeldet. Vorher wollen wir noch eine Führung machen und uns die mehrmals täglich stattfindende Maorishow ansehen. Die Waitangi Treaty Grounds sind glücklicherweise nur 10 Minuten Fussweg von unserem Campingplatz entfernt und so machen wir uns um kurz vor 3 auf den Weg um die Show um 3 Uhr sehen zu können. Die Show findet im wunderschön verzierten Meetinghouse statt.
Es werden verschiedene Tänze und Spiele aufgeführt, ähnlich wie bereits bei der Show welche wir im Maoridorf Whakarwarawa gesehen hatten. Irgendwie hatte uns die Show dort aber mehr beeindruckt.
Nach der Show startet auch schon bald die Führung über die Treaty Grounds.
Wir erfahren, dass hier die Friedensvereinbarung zwischen den Maori und den Briten unterschrieben wurde, mit welcher Neuseeland unter Britische Flagge gestellt wurde. Die Vereinbarung wurde damals von über 40 Maorihäuptlingen unterschrieben, aus Angst vor den nahenden Franzosen, mit welchen man in früherer Zeit schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Die Maori hofften durch die Briten vor den Franzosen beschützt zu werden. Allerdings gab es in der Übersetzung des Vertrags auf Maori einen Fehler, die Maori gingen davon aus, dass sie ihr Land behalten würden, während sie in der Englischen Version ihre Souveränität der britischen Krone übergaben. Nach der Tour haben wir noch Zeit das Museum zu besichtigen, in welchem die Geschichte der Maori, insbesondere seit der Unterzeichnung der Friedensvereinbarung, nochmals detailliert aufzeigt. Um 6 Uhr startet dann das Abendprogramm, als wir hören wie das abläuft sind wir uns einig, dass wir definitiv vorher noch etwas hätten essen sollen, wir sind bereits jetzt hungrig, bis zum Nachtessen dauerts aber wohl noch eine ganze Weile. Zuerst werden in unserer Gruppe drei Chiefs ausgewählt, welche dann dem Maorichief bei der Show zeigen sollen, dass wir in friedlicher Absicht zu Besuch kommen. Während ein Herr aus Korea nicht ganz freiwillig dazu ausgewählt wird und ein wenig überfordert scheint, meldet sich ein älterer Herr aus Kanada in einer ziemlich ausführlichen Rede für sich und seinen Schwiegersohn (welcher sich wohl in diesem Moment ein Loch im Boden gewünscht hätte, in welches er hätte verschwinden können) als zweiter und dritter Chief. Nach der Wahl der Chiefs sehen wir uns an, wie unser heutiges Nachtessen zubereitet wird. Traditionell kochen die Maori ihr Essen in einem Hangi (Erdofen), einem Loch im Boden. Dort werden alle Bestandteile des Essens (Fleisch, Fisch, Beilagen, Gemüse) in einzelne Körbe verpackt, vergraben und danach für mehrere Stunden so gegart. Die moderne Varianten, in welcher auch unser Essen für heute gekocht wird, wird mit Gas betrieben und muss nicht so lange vorgeheizt werden. Aber auch dieser Hangi befindet sich im Boden. Unser Hangi-Koch erklärt uns, wie sie Speisen zubereitet werden und öffnet danach den Hangi für uns, um bereits einen Blick auf das heutige Menü zu erhaschen.
Ziemlich gemein, weil unser Magen in der Zwischenzeit ziemlich durchhängt und wir noch einige Zeit vor uns haben, bevor wir verköstigt werden. Anschliessend machen wir uns im eindunkeln auf den Weg zum Meetinghouse, in welchem wie bereits heute Nachmittag, die Show stattfinden wird. Als wir zur Wiese vor dem Meetinghouse hinaufkommen, sehen wir dort bereits einen Maori, welcher uns erwartet.
In einer ziemlich beeindruckenden Show probiert er (mit laufenden Kampfbewegungen und abschreckenden Lauten) herauszufinden, ob wir mit friedlichen Absichten in sein Haus kommen wollen. Nachdem unsere drei gewählten Chiefs dem Maori die Ehre erwiesen haben, läd er uns zu seiner Familie in sein Haus ein. Dort werden uns, ein wenig ausführlicher als am Nachmittag, verschiedene Tänze, Lieder und Spiele präsentiert. Und nun gehts endlich zum lange erhofften Essen. Es wird eine ziemlich grosse Auswahl an verschiedenen Fleischsorten, Gemüsen uns Beilagen geboten, inklusive anschliessendem Dessert.
Das Essen ist speziell, aber wirklich gut, wenn auch für unseren Geschmack ein wenig fad. Aber es ist doch mal wieder eine Abwechslung zum einfachen Essen, welches wir jeweils im Camper bzw. in der Campingküche zubereiten. Bastian schlägt ordentlich zu und isst, bis das Buffet abgeräumt wird. Man könnte fast das Gefühl bekommen, dass er seit mindestens einer Woche nichts mehr zu essen erhalten hat. Da wir doch ziemlich viel Programm hatten heute gehts nach dem Nachtessen und einem kleine Verdauungsspaziergang zurück zum Camper direkt ins Bett, wir sind ziemlich geschafft.
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