24. April – Und nochmals Auckland

Heute schaffen wir es ein wenig früher aus dem Bett als gestern. In der Zwischenzeit ist bei uns ein wenig Aufbruchstimmung, nur noch zwei Nächte im Camper. Beim aktuellen Campingplatz gibt es in der Küche eine „Looking for a good home“-Kiste in welche nicht mehr benötigte Lebensmittel gelegt werden, welche dann von anderen Campern mitgenommen werden können. Ist natürlich eine gute Sache, da es fast nicht möglich ist, punktgenau alles einzukaufen/aufzubrauchen bevor der Camper abgegeben wird. Und mitnehmen wollen wir die meisten Sachen mit. Und so haben wir in den letzten beiden Tagen immer mal wieder Dinge in die Kiste gelegt. In der Zwischenzeit haben wir uns nun einen Spass daraus gemacht zu wetten, welche Produkte wohl am schnellsten weg sein werden. Jedesmal auf dem Weg an der Küche vorbei schauen wir gespannt, was noch da ist. Nun müssen wir aber auch den ersten Teil unserer Sachen zusammenpacken. Die Sachen, welche wir nicht mit nach Französisch Polynesien mitnehmen wollen werden in zwei Taschen gepackt und heute nach Auckland ins Hotel gebracht.

Wir stellen fest, dass sich da doch einiges zusammengesammelt hat in den letzten Wochen, schon die Schlafsäcke nehmen einiges an Platz in den Taschen weg, dazu kommen noch einige Souvenirs. Trotzdem fragen wir uns am Ende, wieso die Taschen so schwer sein können. Wird merken, dass es durchaus noch spannend werden könnte, wie wir es schaffen, für den Flug zurück in die Schweiz in den 30 kg Freigepäck zu bleiben. Spontan kaufen wir auf dem Weg zum Bus nach Devonport deshalb noch eine Kofferwaage. So können wir dann vor dem Abflug dann noch prüfen, was alles mit nach Hause fliegen darf. Wir haben da bereits einige Wackelkandidaten, welche wir durchaus in Neuseeland zurücklassen könnten. Als wir dann mit gewogenen Taschen an der Bushaltestelle auf den Bus warten spricht uns eine Frau an. Die Busse würden heute nicht fahren, es gibt einen allgemeinen Streik. Wir wissen ja nicht, ob allgemein bei den ÖV einfach so viel gestreikt wird, aber irgendwie haben Bastian und ich ein ziemlich gutes Händchen dafür in den Ferien solche Streiks anzutreffen. Da wir unser Gepäck unbedingt heute nach Auckland bringen müssen muss eine Alternative her, wir wollen nun auch mal Uber ausprobieren. Während Bastian damit beschäftigt ist die App herunterzuladen und sich zu registrieren sehe ich per Zufall, dass gerade ein Bus hält, welcher mit „City Centre“ angeschrieben ist. Kann ja grundsätzlich nicht so verkehrt sein, auch wenn wir so auf die Fährfahrt verzichten müssen. Ich frage die Busfahrerin und tatsächlich. Wir steigen ein und sind sogar noch schneller in Auckland als mit der ursprünglichen Verbindung. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir unser Gepäck nicht so weit tragen müssen (wobei wir hier wohl eher für Bastian steht), da der Bus an einer Haltestelle nahe des Hotels, in welchem wir das Gepäck abliefern, hält. Nachdem das Gepäck weg ist läufts sich deutlich leichter. Ursprünglich hatten wir uns mal noch überlegt eine Hafenbootstour zu machen oder eine Ausflug nach Rangitoto Island. Nachdem Auckland uns gestern aber so gut gefallen hat wollen wir den Tag heute nutzen, um die Stadt nochmals ein wenig zu geniessen. Geshoppt haben wir genug und so wollen wir die Gegend rund um den Hafen noch ein wenig ausführlicher erkunden. Wir gönnen uns zum Zmittag eine Runde Sushi, welches es hier an jedem Strassenecken gibt. Gegessen wir am Viaduct Harbour, welcher uns schon gestern so fasziniert hatte. Wir geniessen den Ausblick hier und lassen unsere Zeit in Neuseeland noch ein wenig Revue passieren. Frisch gestärkt gehen wir dann weiter in Richtung Wyneyard Quarter, einem Quartier im Hafen, welches noch am entstehen ist.

Auch hier reiht sich dem Wasser entlang wieder ein Restaurant ans andere. Dahinter gibts einen weiteren Teil des Hafens mit teilweise ziemlich grossen Yachten. Für Bastian ist das hier ein Fotoparadies, aber nicht wegen der Yachten sondern wegen der speziellen Architekturen und Formen überall. Und so schiesst er ein Foto nach dem anderen, während ich noch ein wenig die Yachten bewundere.

Wir spazieren weiter ganz gemütlich rund um den Viaduct Harbour und setzen uns dann in eines der schönen Cafes und geniessen einen Flat White mit Ausblick auf die schönen Yachten.

So fährt beispielsweise auch gerade die (etwas ältere) Americas Cup Yacht der Neuseeländer ein, mit welcher Touristen hier eine zweistündige Tour machen können. Als wir wieder zurück beim Fährterminal sind stellen wir fest, dass wir, obwohl wir heute eigentlich fast nichts gemacht, sondern nur genossen haben, ziemlich viel Strecke zu Fuss zurückgelegt haben. Auch nach dem zweiten Tag in Auckland sind wir aber immer noch total begeistert von der Stadt und freuen uns schon, auf unserem Rückweg in die Schweiz nochmals eine Nacht hier verbringen zu dürfen. Mit der Fähre und dem Bus gehst dann wieder zurück nach Takapuna (die Busstreiks sind in der Zwischenzeit zum Glück vorbei).

Auf dem Rückweg gönnen wir uns in einem Pub einen feinen Znacht, so müssen wir wenigstens nicht mehr kochen.

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