7. April – Wandern im Abel Tasman Nationalparkk

Und wieder müssen wir früh aufstehen. Wir haben nochmals eine Nacht in Marahau verbracht und haben für heute eine kleine Wanderung im Abel Tasman Nationalpark geplant. Da es nicht möglich ist in den Nationalpark zu fahren, ist die beste Möglichkeit sich mit dem Water Taxi irgendwo an der Küste absetzen zu lassen und danach zurückzulaufen oder ein Stück zu gehen und sich dann an einem anderen Ort wieder abholen zu lassen. Da wir heute Nachmittag bereits weiterfahren möchten haben wir uns eine Kombination gesucht, bei welcher wir bereits nach dem Mittag wieder zurück in Marahau sind. Wir starten also um 9 Uhr mit dem Water Taxi. Bereits der Start ist einigermassen spektakulär, man steigt zwar direkt ins Boot, allerdings befindet sich das nicht im Wasser sondern auf dem Anhänger eines Traktors. Auf dem Anhänger wird man dann zum Strand gefahren und das Boot dort ins Wasser gelassen.

Als wir dann im Wasser sind starten wir unsere Fahrt in Richtung Norden, immer wieder gibts kurze Stopps mit Erklärungen und Erzählungen zur Gegend, wirklich interessant. Bei der Torrent Bay steigen wir dann aus und starten unsere heutige kurze Wanderung. Da Ebbe ist können wir den ersten Teil unserer Strecke auf der kurzen Route über den Strand zurücklegen. Trotz Ebbe haben wir am Schluss doch nasse Füsse, ganz trocken ist der Weg auch so nicht und zwischendurch stecken wir auch schon mal ziemlich tief mit unseren Füssen im Watt, ist mal eine neue Erfahrung :-)! Nach einer halben Stunde erreichen wir Anchorage Bay, wo uns das Water Taxi drei Stunden später wieder abholen wird.

Von Anchorage Bay aus machen wir dann noch einen Rundweg durch den Wald, welcher uns zu einem Aussichtspunkt auf einer Halbinsel vor Anchorage Bay führt.

Der Rückweg führt an einem wunderschönen Strand vorbei, wo wir unseren Mittagshalt einlegen, traumhaft diese Aussicht.

Als wir wieder zurück in Anchorage Bay sind haben wir noch ein wenig Zeit bis uns das Water Taxi abholt und legen wir uns noch ein wenig unter einen Baum an den Strand und geniessen einfach das schöne Wetter.

Zurück in Marahau starten wir unsere Fahrt in Richtung Picton, von wo aus uns die Fähre auf die Nordinsel bringen wird. In nächsten grösseren Ort machen wir einen kurzen Halt bei der i-Site um die Fähre zu buchen. In der Zwischenzeit ist es bereits nach drei Uhr und eigentlich wollen wir bereits morgen fahren, sind somit ziemlich knapp dran. Es stehen uns noch Plätze um 8 Uhr Morgens oder 2 Uhr Nachmittags zur Verfügung. Damit wir den morgigen Tag schon in Wellington nutzen können entscheiden wir uns für die 8 Uhr Fähre, müssen also um 7 Uhr morgens früh bereits am Fährterminal sein. Somit kommt für diese Nacht auch nur ein Campingplatz in der Nähe des Fährterminals in Frage. Somit müssen wir heute noch nach Picton fahren, was gemäss Auskunft der netten Dame in der i-Site mit dem Campervan 3 ½ Stunden dauern soll. Nun ja, dann beissen wir für heute mal in den sauren Apfel und geben ein wenig Gas, damit wir dann dafür morgen mehr Zeit haben. Glücklicherweise sind wir ja geübte Bergfahrer und auch aus einem solchen Campervan lässt sich noch einiges herausholen und so schaffen wir die Strecke in knapp 2 ½ Stunden, sind aber dann doch ziemlich geschafft, als wir in Picton ankommen, jetzt nur noch essen und dann schnell ins Bett.

Nach knapp drei Wochen und 3’000 gefahrenen Kilometern verabschieden wir uns also morgen von der Südinsel. Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt, einige Orte haben uns ein wenig enttäuscht (Franz Josef Glacier, wahrscheinlich hätte es bei schönem Wetter auch anders ausgesehen), andere Orte haben uns überrascht (zum Beispiel die Scenic Route der Westküste entlang zwischen Greymouth und Westport). Uns haben die verschiedenen Landschaften und wie sie sich abgewechselt haben sehr beeindruckt. Nun hoffen wir, dass uns auf der Nordinsel noch ein wenig höhere Temperaturen erwarten und es ansonsten so weitergeht wie bisher.

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