8. April – Goodbye South Island

Bereits um viertel vor 6 klingelt heute unser Wecker. Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn wir morgen endlich wiedermal ausschlafen können. Wir quälen uns irgendwie aus dem Bett und verzichten heute der Zeit zuliebe sogar auf unseren Kaffee. Kurz darauf gehts dann auch schon los zum Fährterminal der Bluebridge Fähre. Als wir unseren Camper in der Fähre parkiert haben gehts hinauf aufs oberste Deck, Deck 10, ein riesiges Teil diese Fähre. Gespannt beobachten wir das Treiben rund um die Fähre, beladen, Rampe hochfahren, Taue losbinden und dann gehts los.

Eigentlich hatten wir gehofft, dass wir für die Fährüberfahrt schönes Wetter haben, denn die dreistündige Fahrt hat einiges zu bieten. Leider ist das Wetter eher unbequem, windig, zwischendurch regnet es sogar leicht, dick einpacken ist also angesagt. Allerdings hatten wir gelesen, dass man während der Fahrt durch drei Mikroklimas fährt, es besteht also noch Hoffnung, dass Wetter unterwegs besser wird. Die erste Stunde der Fahrt führt durch den Queen Charlotte Sound und den Tory Channel bevors durch die Cook Strait nach Wellington geht.

Auch wenns ziemlich frisch ist bleiben wir während der ganzen drei Stunden der Fahrt auf dem Aussendeck und geniessen die Fahrt. Vom Schiff auf den Ozean zu schauen und ab und zu einen Delfin, Seehund oder Albatross zu beobachten wird uns einfach nie langweilig.

Bei der Einfahrt in Wellington erhaschen wir dann sogar noch die ersten Sonnenstrahlen. Nachdem auf der Südinsel die Städte doch eher ziemlich klein und ländlich waren (mit Ausnahme von Christchurch und Dunedin) sind wir ziemlich überrascht, als wir die Skyline von Wellington sehen, sieht richtig nach Grossstadt aus.

Nach der Ankunft der Fähre fahren wir direkt zum heutigen Campingplatz, welchen wir uns gestern Abend noch ausgesucht hatten. Direkt ausserhalb der Stadt, so dass wir uns die Stadt noch ein wenig anschauen können, aber trotzdem ein wenig ausserhalb sind. Mit dem Linienbus gehts danach ins Stadtzentrum, wo wir uns als erstes das Neuseeländische Nationalmuseum „Te Papa“ ansehen. Der Eintritt ist zu unserem Erstaunen kostenlos und das Museum ist riiiiiesig und verteilt sich über 6 Stockwerke. Wir lassen den Teil der Kriegsgeschichte aus und begnügen und mit dem Teil über die Maori-Kultur, wo auch verschiedene kunstvolle Schnitzereien und andere Werke verschiedener Maoristämme ausgestellt sind. Von der Aussichtsterrasse des Museums aus sehen wir dem Meer entlang verschiedene Foodtrucks und wissen somit schon, wo unser Weg als nächstes hinführt. Nachdem wir unseren Hunger an einem Sri Lankischen Foodtruck gestillt haben gehts weiter zur „Shopping-Meile“, ein bisschen Shopping darfs ja dann doch mal sein (dass heute Sonntag ist interessiert hier bezüglich Öffnungszeiten scheinbar niemanden). Als wir dort sind ist die Motivation dann aber doch eher mässig und so machen wir uns nach einer Weile wieder auf den Weg zurück zum Camper. Wir sind froh, uns in Wellington einmal umgesehen zu haben und Wellington hat uns gut gefallen, aber wie schon in Dunedin hat ein Nachmittag gereicht und wir freuen uns nun wieder auf Orte an denen es ein wenig ruhiger zu und her geht und ein wenig mehr die Natur im Vordergrund ist.

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