16. April – Coromandel Halbinsel und danach durch Auckland

Ursprünglich hatten wir geplant ein paar Tage auf der Coromandel Halbinsel, dem Naherholungsgebiet der Aucklander, zu verbringen. Wir wollten eine Fishingtour und Wanderungen machen. Allerdings haben wir dann festgestellt, dass hier nur Charter-Fischertouren angeboten werden, das heisst man geht nicht einfach mit einem Boot mit anderen Leuten mit, sondern mietet sich das Boot samt Crew für sich alleine, was dann entsprechend auch seinen Preis hat, welcher nicht ganz unserem Budget entspricht. Ausserdem sind für heute Gewitter angesagt, weshalb sowieso keine Touren stattfinden. Entsprechend ist unsere Stimmung zuerst ein wenig gedrückt, wir hatten uns einiges von der Coromandel Peninsula versprochen und nun hatten wir irgendwie bereits jetzt keine Lust mehr. Wir entschliessen uns noch den Walk zur Cathedral Cove zu machen und die Halbinsel dann bereits wieder zu verlassen. Von unserem Camping in Tairuna fahren wir ca. eine halbe Stunde bis nach Haihei, dem Ausgangspunkt des Walks. Mit einem Shuttle gehts vom Parkplatz zum Start des Walks, von wo aus man bereits die Cathedral Cove weiter unten am Meer sehen

Man kann sich gar nicht vorstellen, dass hier 40 Minuten Weg vor uns liegen sollen. Der Weg führt immer auf und ab durch einen schönen Wald, immer wieder gibts einen wunderschönen Ausblick aufs Meer und auf einzelne Buchten hinunter.

Als wir unten ankommen sind wir von der Cathedral Cove selbst ein wenig enttäuscht. Ist zwar ganz schön anzuschauen, aber schöne Fotos können wir davon wohl keine machen, weil ziemlich viele Leute im Bogen drin stehen und man somit mehr Leute als Bogen sieht. Trotzdem habe ich alles gegeben um ein Foto ohne Leute zu bekommen, dafür sieht man nur den halben Bogen.

Dafür ist der Strand ganz schön, wenn auch ebenfalls ziemlich voll. Dies ändert sich, als nach wenigen Minuten die ersten Regentropfen fallen. Plötzlich ist der Strand wie leergefegt und man kann immerhin davon schöne Fotos ohne andere Leute darauf machen, hat also durchaus auch so seine Vorteile so ein Regenschauer.

Wir verkriechen uns eine Weile unter einem Baum und machen uns (und vor allem unsere Rucksäcke und die Fotoausrüstung) Regenfest und warten, bis der Regen ein wenig nachlässt. Während des Wartens stellen wir fest, dass die Toilette hier wohl eine weitere Sehenswürdigkeit ist, nicht schlecht, die Aussicht, welche es hier vom stillen Örtchen aus gibt.

Leider sieht der Himmel auch nach einer Weile nicht so aus, als würde der Regen bald wieder aufhören (auch wenn unglaublich schnelle Wetterwechsel hier an der Tagesordnung sind). Deshalb machen wir uns im strömenden Regen auf den Rückweg. Bereits nach kurzer Zeit sind wir tropfnass. Und als wir wieder oben ankommen sind wir, abgesehen vom Oberkörper unter der Regenjacke, bis auf die Haut durchweicht. In den Schuhen haben sich richtige Pfützen gebildet. Trotz Regen ist unsere Stimmung aber ziemlich gut, denn trotz Regen ist es wenigstens nicht mehr so kalt wie zu Beginn unserer Nordinselzeit und wir frieren auch im T-Shirt nicht. Nachdem wir wieder trocken angezogen sind nehmen wir unsere heutige Strecke in Angriff. Eigentliches Ziel ist Paihia weiter nördlich an der Westküste. Da nun aber schon Mittag ist und bis Paihia einige Stunden Fahrt vor uns liegen wollen wir einfach so weit fahren wie wir mögen und den Rest dann morgen fahren. Nachdem wir die Coromandel Peninsula verlassen haben gehts weiter in Richtung Auckland. Je näher wir der Grossstadt kommen, um so dichter wird der Verkehr. Der Haupthighway nach Norden führt mitten durch Auckland. Dies hat zur Folge, dass wir hier zum ersten Mal auf unserer Reise, im Stau stehen. Allerdings haben wir ja keinen Stress und der Anblick der Stadt im Nachmittagslicht ist schon ziemlich beeindruckend. Wir sehen bereits den Skytower, den Hafen und die Aucklands Skyline. Bevor wir in 10 Tagen den Camper in Auckland abgeben und Neuseeland verlassen, werden wir vielleicht noch die Gelegenheit haben die Stadt auch noch näher zu erkunden. Am Abend erreichen wir dann unseren heutigen Camping in Ruakaka. Unser Stellplatz liegt wunderschön direkt am Strand, nützt heute aber nicht mehr viel, weils in der Zwischenzeit dunkel ist. Somit gibts nur noch Nachtessen und danach gehts ins Bett.

Previous Post
Next Post