11. April – Schwefelgeruch liegt in der Luft, dazu Maori-Klänge

Und wieder hats ziemlich geregnet in der Nacht und war deshalb nicht ganz so ruhig wie erhofft. Der Regen hat uns tatsächlich mehr gestört als die Strasse direkt neben unserem Campingplatz. Und wieder ists extrem kalt im Camper. Eigentlich hatten wir ja gehofft auf der Nordinsel ein wenig wärmere Temperaturen vorzufinden, war wohl nichts. Unser erstes Ziel heute ist nur ein paar Autominuten entfernt, Wai-o-Tapu Geothermals. Auf einem Rundweg können verschiedene Geothermale Pools und Seen angeschaut werden, immer begleitet von einem beissenden Schwefelgeruch. Zuerst sehen wir uns den Lady Knox Geysir an, welcher jeden Tag um 10.15 Uhr (durch Einwerfen von Seife!) zum Ausbruch gebracht wird.

Dick eingepackt gehts danach zum Rundweg. Mit gefühlt 100 Schichten haben wir nun wenigstens genug warm und in der Zwischenzeit hats sogar aufgehört zu regnen. Die verschiedenen Pools sind wirklich beeindruckend. Mit der Zeit hat man aber das Gefühl, dass sich alles ein wenig wiederholt.

Bis zum Schluss mit dem Champagne Pool und dem Devils Bath nochmals zwei farbliche Highlights auf uns warten.

Uns beeindruckt aber auch das Ganze an sich, und die Landschaft, bei welcher überall im Wald immer wieder Rauch aufsteigt, ein tolles Bild.

Nach diesem wohlriechenden Erlebnis gehts weiter nach Whakarewarewa, einem Maori Dorf, welches mit der Geothermie lebt.

Nach einer kurzen Maori Show (welche Bastian einen verträumten Blick zaubert, weil ihn die polynesischen Klänge gedanklich bereits nach Französisch Polynesien bringt), in welcher uns Einheimische eine Kostprobe ihrer Gesänge und ihres Haka (Kriegstanz) geben, gibt es eine Führung durch das Dorf.

Im Dorf leben Maori und führen ein normales Dorfleben. Allerdings nutzen sie zum Beispiel zum Kochen und Baden die Vorteile der Geothermie. Die Esswaren werden in einem Holzkasten im Boden „gesteamt“ oder im natürlich aufgeheizten Wassern eines der Poole gekocht, ohne dafür Energie verwenden zu müssen. Zum Baden wird Wasser in Badewannen im Boden umgeleitet und steht dort jederzeit warm dem ganzen Dorf zur Verfügung, wirklich spannend zu sehen.

Nach dieser kurzen Einführung in das Leben der Maori machen wir uns auf den Weg nach Waikite Valley, wo wir heute übernachten werden. Der Campingplatz ist ain ein Therme angegliedert und die Camper können die Thermal Pools kostenlos benützen. Genau das richtige bei diesem kalten Wetter heute.

Und so nutzen wir die Pools, um uns endlich ein wenig aufzuwärmen, so haben wir wenigstens für einen Moment nicht kalt. Eine Einheimische hat uns heute erzählt, dass in Rotorua gestern (bevor wir angekommen sind) noch schön warm war. Die aktuellen Temperaturen (um 10 Grad) sind absolut untypisch für die aktuelle Jahreszeit, sie geht allerdings davon aus, dass der vorbeiziehende Sturm die Tiefen Temperaturen mitgebracht hat und es danach wieder wärmer wird, wir hoffen das Beste.

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