14. April – Glowworm Caves Waitomo und endlich wärmer

Ursprünglich hatten wir den heutigen Tag als Reserve eingeplant, falls das Wetter im Tongariro Nationalpark entgegen der Prognosen doch noch schneller besser werden sollte und der Tongariro Alpine Crossing doch noch möglich wäre. Doch gestern hatten wir die Hoffnung endgültig aufgegeben, gemäss dem Departement of Conservation ist die Wanderung nun nur noch mit Winterausrüstung möglich, im Nationalpark herrschen Minustemperaturen. Als Alternativprogramm besuchen wir nun die Glowworm Caves in Waitomo. Wir haben gleich die erste Tour um 9 Uhr Morgens gebucht, was aber auch wiedereinmal Wecker stellen bedeutet. Es dauert jeweils unglaublich lange, bis wir uns, nach dem Wecker, aus dem Bett gequält, Kaffee getrunken, das Bett verräumt und alles im Camper abfahrbereit gemacht haben. Aber heute schaffen wir es mal (nach dem wir den Wecker auf 6.30 Uhr gestellt haben) ohne Stress zum Startpunkt der Tour. Zuerst gehts zu Fuss in die Höhle, überall wachsen Stalagtiten und Stalagmiten, schön anzusehen. Bereits jetzt sieht man vereinzelt Glühwürmchen an der Decke. In einer tieferen Höhle, in welche man hineinsehen kann, werden durch ein Licht die Fangfäden der Glühwürmchen beleuchtet, welche überall von der Decke hängen, was ein ziemlich spektakuläres Bild abgibt. Weiter gehts dann in einem Boot in einen weiteren Teil der Höhle. Dort ists dunkler, da dieser Teil nicht beleuchtet ist und so kann man die unglaublich vielen Glühwürmchen an der Decke sehen, wie ein Sternenhimmel. Kurz darauf ist die Tour dann auch schon zu Ende. War nicht lange, hat sich aber unserer Ansicht nacht echt gelohnt. Beeindruckend waren auch Bilder beim Ausgang von früheren Touren, den in dieser Höhle werden bereits seit 1889 Touren angeboten. Fotos durften in der Höhle leider keine gemacht werden. Beim Eingang wurden wir vor einem Green Screen fotografiert und nun können wir im Souvenirshop beim Ausgang Fotos von uns vor der Glühwürmchenhöhle in verschiedenen Variationen oder (unser Highlight) neben Schafen vor einem Wasserfall, bewundern. Nun ja, nicht ganz unser Geschmack, schlecht gemacht und definitiv zu teuer. Und so bleibt uns nur ein Foto beim Ausgang der Höhle.

Nach der Höhlenbesichtigung gehts nun weiter zum nächsten Camping. Wieder erwartet uns nur eine kurze Strecke, heute sogar nur ein wenig mehr als eine Stunde und so sind wir bereits am Mittag beim Camping in Raglan, einem Surferort an der Westküste. Nach einem kurzen Zmittag im Camper gehen wir zu Fuss ins Städtchen. Dieses besteht aus vielen kleinen, sehr individuellen Läden und Cafes und einigen Surfershops. Das Flaire im Städtchen ist ganz speziell, nicht mit dem üblichen Touristenkram, alles mit viel Liebe zum Detail.

Bastian gönnt sich sogar noch einen Besuch im Barber Shop, um seinen Bart wiedermal in Form zu bringen. Nachdem es fast den ganzen Vormittag geregnet hatte oder zumindest sehr verhangen war, klart es nun auf und die Sonne drückt langsam durch die Wolken und endlich wirds auch wärmer. Zurück im Camper trennen wir uns deshalb von mehreren Kleiderschichten und machen kurzärmlig und in Flipflops (zumindest ich) einen sehr ausgedehnten Spaziergang am wunderschönen Strand.

Wir geniessen die Sonne und die Wärme und sind froh, uns nach den kalten letzten Tagen endlich wieder einmal richtig aufwärmen zu können.

Seit dem Start unserer Reise in Chur sind nun schon vier Wochen vergangen und wir sind damit bei der Hälfte unserer Reisezeit angelangt. Die Zeit ist wahnsinnig schnell vergangen, aber wenn wir zurückschauen, was wir in den letzten vier Wochen bereits alles erlebt haben, kommt doch einiges zusammen. Wir fühlen uns schon viel entspannter als am Anfang unser Reise, tut sehr gut mal etwas komplett anderes zu sehen. Und wir geniessen es sehr mit dem Camper unterwegs zu sein. Allerdings freuen wir uns auch darauf, wenn wir dann mal wieder ein richtiges Bett haben, welches wir nicht am jeden Abend vor dem Schlafen gehen erst beziehen müssen und wir freuen uns auf hoffentlich wärmere Temperaturen in Französisch Polynesien.

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